Werbung · 18+

Der Vergleich, die zugehörigen Informationen und die Angebote der folgenden Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen nach den Grundsätzen der Transparenz und der nicht irreführenden Werbung. Alle hier aufgeführten Angebote unterliegen den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. In den meisten Fällen gelten Angebote, Aktionen und Boni nur für Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; die tatsächliche Bonushöhe hängt von der Höhe der Einzahlung ab. Die vollständigen Bedingungen finden Sie auf der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist nur ab 18 Jahren erlaubt. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.buwei.de.

BOXWETTEN.de
Boxer von hinten im Ring einer vollen Arena, beide Arme zum Jubel erhoben (mit AI erstelltes Bild)
AIMit AI erstelltes Bild
Magazin · Boxgeschichte

Die größten Upsets im Schwergewicht der Boxgeschichte

Acht Kämpfe, in denen der Außenseiter gewann. Mit Datum, Ort, Ausgang und den überlieferten Quoten, jeweils mit Hinweis auf die Quelle.

Stand 08.10.2026Redaktion boxwetten.de

Was als Upset zählt

Ein Upset ist ein Sieg des klaren Außenseiters. Wir haben acht Kämpfe im Schwergewicht ausgewählt, in denen der Sieger nach den überlieferten Quoten deutlich schlechter gestellt war oder das Ergebnis allgemein als Überraschung galt. Die Liste ist eine Auswahl und kein vollständiges Ranking aller Zeiten.

Leere Ringecke mit Hocker und Eimer in einer großen, hellen Halle (mit AI erstelltes Bild)
AIMit AI erstelltes Bild
Ringecke vor dem Kampf: Hocker, Eimer, leere Ränge.

Alle Quoten stammen aus Sekundärquellen und sind historische Angaben. Die Quellen schreiben sie oft als 42-1, wir einheitlich als 42:1. Preise unterschieden sich je nach Anbieter, Zeitpunkt und Quelle. Wo Quellen sich widersprechen, steht das im Text. Mehr zur Lesart der Quoten steht in Favorit oder Außenseiter.

Die Rangliste nach überlieferter Quote

Wir ordnen nach der überlieferten Quote auf den Sieger, bei Holyfield gegen Tyson nach der Schlussquote. Corrie Sanders erhält keinen Platz, weil Quellen sich widersprechen. Er steht darum im eigenen Abschnitt weiter unten.

Quote auf den Sieger, laut Quelle
  1. 11. Douglas gegen TysonMirage42:1
  2. 22. Ruiz gegen Joshuaje nach Anbieterbis zu 25:1
  3. 33. Rahman gegen Lewis20:1
  4. 44. Spinks gegen Ali10:1
  5. 55. Clay gegen Liston8:1
  6. 66. McCall gegen Lewis5 1/2:1
  7. 77. Holyfield gegen TysonSchlussquotezuletzt etwa 5:1

Historische Angaben aus Sekundärquellen, in der Schreibweise „42:1“. Die Reihenfolge entspricht der überlieferten Quote; Ausgang, Datum und Ort stehen in den Karten unten.

Einzelne Kämpfe

1. Douglas gegen Tyson, 11.02.1990

Favoriten, die fielen, und ein Sieger
11.02.1990Tokyo Dome, Tokio
SiegerBuster Douglas
vs
UnterlegenMike Tyson
AusgangK.o., Runde 10
Quote auf den Sieger42:1Mirage

Im Tokyo Dome ging es um die unumstrittene Schwergewichtsweltmeisterschaft (WBA, WBC, IBF). Douglas besiegte Tyson durch K.o. in Runde 10. Die Quote von 42:1 stammt vom Mirage, dem einzigen Wettbüro in Las Vegas mit Kurs. Der Preis war von 27-1 über 31-1 auf 42:1 gestiegen, und zu 42:1 wurde nach Überlieferung nie eine Wette abgeschlossen. Andere Angaben nennen eine Spanne von 35-1 bis 42:1.

Zum Kampfverlauf: Tyson ging mit 37 Siegen ohne Niederlage in den Ring. Douglas hatte 23 Tage vor dem Kampf seine Mutter verloren. In Runde 8 schickte Tyson ihn mit einem rechten Aufwärtshaken zu Boden, Douglas stand bei neun wieder auf, der Ringrichter soll zu spät zu zählen begonnen haben. In Runde 9 schloss Douglas Tysons linkes Auge, in Runde 10 folgten ein Aufwärtshaken und vier Schläge, die Tyson zu Boden brachten. Es war Tysons erster Niederschlag in seiner Karriere. Der Ringrichter Octavio Meyran zählte ihn aus.

Tysons Lager um Don King protestierte gegen den langen Anzählvorgang. WBA und WBC setzten ihre Anerkennung zunächst aus, die IBF erkannte den Sieg sofort an. Nach öffentlichem Druck wurde der Protest zurückgezogen, vier Tage später war der Titelwechsel bestätigt. Douglas verlor den Titel in seiner ersten Verteidigung im Oktober 1990 durch K.o. in Runde 3 gegen Evander Holyfield. The Ring wählte den Kampf zum Upset des Jahres 1990.

2. Ruiz gegen Joshua, 01.06.2019

01.06.2019Madison Square Garden, New York
SiegerAndy Ruiz Jr.
vs
UnterlegenAnthony Joshua
AusgangTKO, Runde 7
Quote auf den Siegerbis zu 25:1

Andy Ruiz Jr. gewann im Madison Square Garden durch TKO in Runde 7 und holte WBA, IBF und WBO. Er war bei einigen Anbietern bis zu 25-1 Außenseiter. Als Schlusskurse werden 10-1 bis 14-1 genannt. Zur Stoppzeit gibt es zwei Angaben (1:33 laut Kampfkarte, rund 1:59 Restzeit laut Bericht), deshalb nennen wir sie nicht.

Ruiz war kurzfristig eingesprungen: Joshua sollte ursprünglich gegen Jarrell Miller boxen, der Dopingtests nicht bestand. In Runde 3 schickte Joshua Ruiz zu Boden, den ersten Niederschlag in dessen Karriere. Ruiz stand auf und schickte Joshua vor dem Gong zweimal auf die Bretter. In Runde 7 ging Joshua zweimal zu Boden, der Ringrichter brach daraufhin ab. Nach den Zetteln zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen zwei Punktrichter bei 57–56 für Ruiz, einer bei 57–56 für Joshua. Joshua ging insgesamt viermal zu Boden, Ruiz einmal.

Die Revanche am 07.12.2019 in Diriyah (Saudi-Arabien) gewann Joshua einstimmig nach Punkten und holte die Titel zurück.

3. Rahman gegen Lewis, 22.04.2001

22.04.2001Carnival City, Brakpan
SiegerHasim Rahman
vs
UnterlegenLennox Lewis
AusgangK.o., Runde 5
Quote auf den Sieger20:1

Hasim Rahman schlug Lennox Lewis in Brakpan, Südafrika, durch K.o. in Runde 5 und gewann WBC, IBF und IBO. Überliefert sind 20-1, daneben 16-1 und 10-1 am Kampfmorgen.

Brakpan liegt auf rund 1.600 Metern Höhe (etwa 5.200 Fuß). Rahman reiste Ende März zur Akklimatisierung an, Lewis erst am 10. April. Lewis hatte in Las Vegas auf geringerer Höhe trainiert, auch weil er in dieser Zeit einen Filmauftritt in „Ocean’s Eleven“ drehte. Nach vier Runden führte er auf allen drei Zetteln mit 39–37. In Runde 5 drängte Rahman ihn mit dem Jab in die Seile, Lewis senkte kurz die Hände, und Rahman traf mit einer rechten Geraden. Lewis kam nicht rechtzeitig hoch.

Lewis berief sich auf eine Revanche-Klausel und setzte sie im Juni vor Gericht durch. Am 17.11.2001 schlug er Rahman in Las Vegas in Runde 4 k.o. und holte die Titel zurück.

4. Spinks gegen Ali, 15.02.1978

15.02.1978Las Vegas
SiegerLeon Spinks
vs
UnterlegenMuhammad Ali
AusgangGeteilte Punktentscheidung, 15 Runden
Quote auf den Sieger10:1nur eine Quelle

Leon Spinks besiegte Muhammad Ali nach 15 Runden durch geteilte Punktentscheidung und holte WBA und WBC. Die Quote von 10-1 ist nur aus einer einzigen Quelle überliefert. Der Kampf fand in Las Vegas statt.

Spinks hatte erst sieben Profikämpfe bestritten, mit sechs Siegen und einem Unentschieden. Vor 5.298 Zuschauern gewann er den Kampf, der damit sein achter war. Er ist der einzige Boxer, der Ali im Ring den Weltmeistertitel abnahm. Den WBC-Titel verlor Spinks schon am 18.03.1978 (die Statistik-Liste führt das Ende der Regentschaft am 19.03.1978), weil er nicht gegen den Pflichtherausforderer Ken Norton boxen wollte. Die Revanche am 15.09.1978 im Louisiana Superdome in New Orleans, um die WBA-Krone, gewann Ali einstimmig nach Punkten.

5. Clay gegen Liston, 25.02.1964

25.02.1964Miami Beach
SiegerCassius Clay
vs
UnterlegenSonny Liston
AusgangAufgabe Listons, Runde 7
Quote auf den Sieger8:1

Cassius Clay, später Muhammad Ali, trat in Miami Beach gegen Sonny Liston an. Liston kam nicht mehr zu Runde 7 aus der Ringecke und gab auf. Die Quote lag bei 8-1, andere Angaben nennen 7-1.

Liston war Titelträger, seit er Floyd Patterson im September 1962 in Runde 1 besiegt hatte, ein Ergebnis, das er rund zehn Monate später in der Revanche wiederholte. Wenige Tage nach dem Kampf gab Clay seinen Beitritt zur Nation of Islam bekannt, kurz darauf erhielt er den Namen Muhammad Ali. Die WBA entzog ihm den Titel, WBC, New Yorker Kommission und The Ring erkannten ihn weiter an. Die Revanche am 25.05.1965 in Lewiston (Maine) endete mit einem Sieg Alis in Runde 1, nach einem Treffer, den Kritiker „Phantomschlag“ nannten. Ob er ein echter K.o.-Schlag war, bleibt offen.

6. McCall gegen Lewis, 24.09.1994

24.09.1994Wembley Arena, London
SiegerOliver McCall
vs
UnterlegenLennox Lewis
AusgangTKO, Runde 2
Quote auf den Sieger5 1/2:1Seattle Times

Oliver McCall schlug Lennox Lewis in Wembley durch TKO 31 Sekunden nach Beginn der zweiten Runde und holte den vakanten WBC-Titel. Die Seattle Times nannte damals 5 1/2-1.

McCall war die Nummer 1 der WBC-Rangliste und hatte fünf Kämpfe in Folge gewonnen. Die erste Runde war ausgeglichen. In Runde 2 griff Lewis an und lief in eine rechte Gerade, die ihn zu Boden brachte. Er stand bei sechs auf, wirkte aber unsicher, der Ringrichter José Guadalupe Garcia zählte bis neun und brach ab. Lewis’ Lager sprach von einem zu frühen Abbruch. Ein Fachmedium schrieb dagegen, Lewis habe sich erst nach dem Abbruch erholt, die Entscheidung sei korrekt gewesen. Eine Revanche um den vakanten Titel kam erst später zustande, dabei weigerte sich McCall in den Runden vier und fünf zu boxen, und Lewis siegte durch TKO.

7. Holyfield gegen Tyson, 09.11.1996

09.11.1996MGM Grand Garden Arena, Paradise
SiegerEvander Holyfield
vs
UnterlegenMike Tyson
AusgangTKO, Runde 11
Quote auf den Siegerzuletzt etwa 5:1

Evander Holyfield besiegte Mike Tyson in Runde 11 durch TKO und holte den WBA-Titel. Als Eröffnungsquote auf Holyfield werden 25-1 genannt, sie sank auf etwa 5-1. Für die Rangliste haben wir die Schlussquote verwendet.

Tyson startete stark, Holyfield nutzte aber seine Kraft, um im Clinch zu bremsen und zurückzudrängen, und boxte ihn danach mit Kombinationen zum Kopf aus. In Runde 6 schickte er Tyson zu Boden. In Runde 10 stand Tyson nach einer Serie an den Seilen fast wehrlos, der Gong rettete ihn. In Runde 11 beendete Ringrichter Mitch Halpern den Kampf nach einer weiteren Kombination. Holyfield war damit der erste Schwergewichtler seit Muhammad Ali, der den Schwergewichtstitel dreimal gewann.

Corrie Sanders gegen Wladimir Klitschko, 08.03.2003

08.03.2003Preussag Arena, Hannover
SiegerCorrie Sanders
vs
UnterlegenWladimir Klitschko
AusgangTKO, Runde 2
Quote
drei Angaben: 40:1, 20:1 und 14:1, daher kein Platz in der Rangliste

In der Preussag Arena in Hannover trat Wladimir Klitschko gegen den Südafrikaner Corrie Sanders an, es ging um den WBO-Titel. Sanders gewann durch TKO in Runde 2 nach vier Niederschlägen. Der Ringrichter stoppte den Kampf bei 0:27 der zweiten Runde.

Sanders hatte den Kampf kurzfristig angenommen. The Ring wählte ihn zum Upset des Jahres 2003. Für Sanders blieb es der Höhepunkt: Eine geplante Verteidigung gegen Lamon Brewster am 18.10.2003 platzte wegen eines Konflikts zwischen dem WBO und seinem Promoter, er gab den Titel ab und boxte stattdessen um den vakanten WBC-Gürtel. Am 24.04.2004 stoppte ihn Wladimirs Bruder Vitali Klitschko in Los Angeles in Runde 8. Er beendete seine Karriere mit 42 Siegen und 4 Niederlagen.

Zu den Quoten gibt es drei Angaben: 40-1, 20-1 und 14-1. Wir nennen deshalb keinen Wert. Zu Klitschkos Karriere siehe die Legendenseite.

Was die acht Kämpfe gemeinsam haben

Was die acht Kämpfe verbindet
  1. 01
    VerliererTyson und Lewis

    Tyson verlor 1990 gegen Douglas und 1996 gegen Holyfield, Lewis 1994 gegen McCall und 2001 gegen Rahman.

  2. 02
    Herkunft7 mal USA, 1 mal Südafrika

    Siebenmal gewann ein US-Boxer, einmal Sanders aus Südafrika.

  3. 03
    Ausgang7 von 8 vorzeitig

    Nur Spinks gegen Ali ging über die volle Distanz von 15 Runden.

  4. 04
    TempoSpätestens Runde 5

    McCall nach 31 Sekunden der zweiten Runde, Sanders in Runde 2, Rahman in Runde 5.

7 von 8vorzeitig beendet
42:1höchste überlieferte QuoteDouglas gegen Tyson, Mirage

Ein Befund über diese acht Kämpfe, nicht über das Schwergewicht insgesamt.

Die drei kürzesten Kämpfe der Liste sind die von McCall, Sanders und Rahman.

Die Austragungsorte streuen weit: Tokio, New York, Brakpan, Wembley, Paradise in Nevada, Las Vegas, Miami Beach und Hannover.

Zur Quellenlage

Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus Sekundärquellen, darunter die Berichterstattung der Seattle Times. Kampfprotokolle der damaligen Verbände haben wir nicht eingesehen. Zwei Kämpfe fehlen bewusst: Braddock gegen Baer 1935 und Bentt gegen Morrison 1993, weil sich für beide keine belastbare Quote belegen ließ.

Vergilbte Zeitungsausschnitte und eine Lupe auf einem alten Holztisch (mit AI erstelltes Bild)
AIMit AI erstelltes Bild
Historische Quoten stammen aus Zeitungsarchiven und Sekundärquellen.

Wie Titel und Verbände zusammenhängen, steht bei den Weltverbänden. Nach welchen Regeln solche Kämpfe gewertet werden, erklären die Boxregeln.

Was die Liste nicht sagt

„Quoten sind keine Wahrscheinlichkeiten.“

Redaktion

Dass ein Außenseiter gewinnt, beweist nicht, dass die Quote falsch war. Mehr Zahlen aus der Boxgeschichte stehen im Statistik-Bereich. Die heutigen Titelträger im Schwergewicht zeigt der Weltmeister-Tracker, die nächsten Kämpfe stehen auf Boxen heute.

Häufige Fragen

Was war der größte Upset der Schwergewichtsgeschichte?

Meist genannt wird Buster Douglas gegen Mike Tyson am 11.02.1990 in Tokio. Douglas war laut Mirage-Wettbüro 42:1 Außenseiter und gewann durch K.o. in Runde 10. Wetten wurden zu diesem Preis nach Überlieferung aber nicht angenommen.

Welche Upsets gab es mit deutscher Beteiligung?

Corrie Sanders besiegte Wladimir Klitschko am 08.03.2003 in der Preussag Arena in Hannover per TKO in Runde 2, WBO-Titel im Schwergewicht.

Wie zuverlässig sind historische Quoten?

Sie schwanken je nach Anbieter, Datum und Quelle. Wir nennen deshalb jede Quote mit Quellenangabe und markieren Widersprüche.

Veröffentlicht am 02.10.2026 · zuletzt geprüft am 08.10.2026 · So arbeiten wir