
Punktrichter spielen: Runden nach dem 10-Punkte-System werten
Bewerten Sie einen fiktiven Kampf über 12 Runden Runde für Runde. Allein oder mit drei Punktrichtern: Wir rechnen Ihre Karte aus und zeigen, wie die Entscheidung heißt.
Rot gegen Blau
Ein erfundener Kampf ohne echte Boxer: Sie entscheiden, wer jede Runde gewinnt. Wählen Sie den Rundensieger, markieren Sie bei Bedarf Niederschläge oder eine klar dominierte Runde und blenden Sie auf Wunsch Punktabzüge ein.
Fiktiver Kampf, fiktive Richterkarten. Punktesystem nach Sekundärquellen; verbindlich sind die Regeln der jeweiligen Kommission.
So funktioniert das 10-Punkte-System
Drei Punktrichter bewerten jede Runde einzeln. Der Sieger der Runde bekommt 10 Punkte, der Unterlegene 9 oder weniger, Bruchteile gibt es nicht. Im Englischen heißt das „10-point must“: Mindestens ein Boxer muss pro Runde 10 Punkte bekommen.
Der Rundensieger bekommt 10, der Unterlegene 9. Das häufigste Ergebnis.
Seltener auch bei einer klar dominierten Runde ohne Niederschlag.
In der Regel bei zwei Niederschlägen in einer Runde.
Beide gleich stark, selten vergeben.
Einen vom Ringrichter gezählten Niederschlag müssen Punktrichter werten, auch wenn sie ihn nicht gesehen haben. Punktabzüge für Fouls kommen nach der Rundenwertung: Aus 10:9 wird mit einem Abzug gegen den Sieger 9:9.
Was eine Runde entscheidet
- 01Saubere Treffer
Zählen am meisten. Der Schlag muss die Deckung durchdringen und mit dem Knöchelteil des Handschuhs treffen.
- 02Wirksame Aggressivität
Nicht einfach vorgehen, sondern dabei treffen.
- 03Ringkontrolle
Wer Tempo und Ort des Geschehens bestimmt.
- 04Verteidigung
Wer Treffer vermeidet, nimmt dem Gegner Punkte. Die Gewichtung liegt im Ermessen der Richter, hier entstehen die meisten Streitfälle.
Einstimmig, geteilt oder Mehrheit
Alle drei Richter sehen denselben Boxer vorn.
Zwei Richter für einen Boxer, der dritte für den anderen.
Zwei Richter für einen Boxer, der dritte wertet unentschieden.
Kein Boxer hat die Mehrheit der Zettel, zum Beispiel einer für Rot, einer für Blau, einer unentschieden.
Gut zu wissen: Dass Richter denselben Kampf unterschiedlich werten, ist kein Fehler im System, sondern Folge einer Wertung nach Ermessen. Üben Sie mit unserer Karte, aber nehmen Sie das Ergebnis nicht als Maßstab für echte Kämpfe. Kein Zettel sagt voraus, wie ein Kampf ausgeht, und kein Wettschein ist sicher.
Quellenhinweis: Die Regeldetails stammen aus Sekundärquellen, vor allem aus der englischsprachigen Übersicht „Boxing scoring“. Den Text der Unified Rules und die Regelwerke der Verbände konnten wir nicht direkt einsehen; verbindlich sind die Regeln der jeweiligen Kommission. Mehr unter Boxregeln und Siegmethode.


