
Kampfvergleich: Tale of the Tape für Schwer- und Cruisergewichte
Wählen Sie zwei Boxer aus dem Schwer- oder Cruisergewicht und vergleichen Sie Bilanz, K.o.-Quote, Alter, Größe, Reichweite, Titel und letzten Kampf.
Rot gegen Blau
Längerer Balken heißt höherer Wert. Beim Alter zeigen wir nur die Zahlen. Die Auswahl steht in der Adresszeile: Sie können den Vergleich als Link teilen.
Bilanzen täglich abgeglichen, Stand 03.11.2026. Titel aus dem Weltmeister-Tracker, nächste Kämpfe aus dem Kampfkalender; fehlende Werte = –.
So lesen Sie ein Tale of the Tape
- iReichweite schlägt Größe
Gemessen von Fingerspitze zu Fingerspitze. Wer sie nutzt, hält den Gegner mit dem Jab auf Distanz. Im Schwergewicht liegen oft nur wenige Zentimeter dazwischen.
- iK.o.-Quote nur mit Kontext
Anteil der K.o.-Siege an allen Siegen. 90 % nach 20 Kämpfen gegen schwache Gegner sagen weniger als 70 % nach 40 Kämpfen gegen Weltklasse.
- ✓Alter immer mit Aktivität
Der Vergleich zeigt den letzten und den nächsten Kampf mit Datum. Wer lange pausiert hat, ist anders einzuschätzen als jemand, der kürzlich gekämpft hat.
- !Zahlen sind keine Prognose
Das Tale of the Tape beschreibt zwei Boxer. Wer gewinnt, entscheidet sich im Ring, im Schwergewicht manchmal mit einem Schlag.
Ein Beispiel: Kabayel und Hysa
Nehmen wir das Duell, das im Kampfkalender oben steht. Agit Kabayel kommt auf 27 Siege, davon 19 durch K.o. (Quote 70 %). Nelson Hysa hat 25 Siege, davon 23 durch K.o. (Quote 92 %). Beide sind laut Datenbank ungeschlagen. Hysa wirkt damit auf den ersten Blick gefährlicher, hat aber 2 Siege weniger als Kabayel. Die Quote sagt nichts darüber, gegen wen die Siege gelangen.
Bei den Maßen liegt Hysa mit 196 cm um 5 cm vor Kabayel (191 cm). Bei der Reichweite beträgt der Abstand 2 cm: 203 cm bei Kabayel, 201 cm bei Hysa. So ein Unterschied ist klein. Er beschreibt zwei Profile, entscheidet aber keinen Kampf. Lesen Sie die Zahlen deshalb immer zusammen mit Gegnerniveau, Aktivität und letztem Kampf.
Warum kurze Bilanzen täuschen
Eine K.o.-Quote ist ein Bruch, und bei kleinen Zahlen schwankt sie stark. Wer zwölf Siege hat, davon zehn durch K.o., steht bei 83 %. Ein einziger weiterer Punktsieg senkt die Quote auf 77 %, obwohl sich am Boxer nichts geändert hat. Bei 40 Siegen bewegt ein Ergebnis die Quote dagegen nur um etwa zwei Punkte. Junge, ungeschlagene Boxer haben deshalb oft auffällig hohe Quoten, die sich mit stärkeren Gegnern meist einpendeln.
Ähnlich vorsichtig sollten Sie mit Größe und Reichweite umgehen. Verbände, Veranstalter und Datenbanken messen nicht einheitlich, die Angaben zu ein und demselben Boxer weichen zwischen Quellen oft um einige Zentimeter ab. Ein Vorteil in dieser Größenordnung liegt innerhalb der Messungenauigkeit. Aussagekräftiger ist, wie ein Boxer seine Länge einsetzt: ob er mit dem Jab auf Distanz arbeitet oder lieber den Nahkampf sucht.
Was ist ein „Tale of the Tape“?
Wie wichtig ist die Reichweite im Boxen?
Was sagt die K.o.-Quote aus?
Woher stammen die Daten im Kampfvergleich?
Kann man mit dem Tale of the Tape den Sieger vorhersagen?
Warum gibt es nur Schwer- und Cruisergewicht?
Rechtlicher Hinweis: Dieser Vergleich dient der Information und ist keine Wettempfehlung. Wetten ab 18 Jahren, nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Hilfe: BIÖG-Telefonberatung 0800 1 37 27 00. Mehr zum nächsten Titelkampf in der Kampfvorschau, alle Gürtel im Weltmeister-Tracker.


