Pound for Pound: die Top 10
Pound for Pound heißt: Wer wäre der beste Boxer, wenn alle im gleichen Gewicht kämpfen würden? Die Liste von The Ring vergleicht Boxer aus allen Klassen. Sie ist eine Expertenmeinung, keine Wertung eines Verbandes, und ändert sich nach großen Kämpfen. Wir gleichen sie täglich ab.
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Jesse RodriguezSuperfliegengewicht · Ring-Champion24–0 (17 K.o.)
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David BenavidezHalbschwergewicht · Ring-Champion32–0 (26 K.o.)
- 6
Dmitry BivolHalbschwergewicht · Ring-Champion25–1 (12 K.o.)
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Junto NakataniSuperbantamgewicht32–1 (24 K.o.)
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Devin HaneyWeltergewicht · Ring-Champion33–0 (15 K.o.)
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Jaron EnnisHalbmittelgewicht · Ring-Champion36–0 (32 K.o.)
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O'Shaquie FosterSuperfedergewicht · Ring-Champion26–3 (12 K.o.)
Schwergewicht heute
Das Schwergewicht ist die Klasse, auf die Sie in Deutschland wetten dürfen, zusammen mit dem Cruisergewicht. Statt einer Rangliste, die nur alle paar Monate erscheint, zeigen wir hier, wer die vier großen Gürtel hält und wann der nächste Titelkampf ansteht.
- 28.11.
Agit Kabayel vs.
Nelson HysaWBC-Titel · Düsseldorf
- 11.12.
Tyson Fury vs.
Anthony Joshuavakanter WBA-Super-Titel · Cardiff · Titelstatus offen
Titelträger Stand 03.11.2026, täglich automatisch abgeglichen; Details im Weltmeister-Tracker.
Wie Ranglisten im Boxen funktionieren
Eine einzige offizielle Rangliste gibt es im Profiboxen nicht. Vier Systeme stehen nebeneinander, jedes mit eigenen Regeln.
Jeder Verband führt eine eigene Liste und bestimmt daraus den Pflichtherausforderer seines Champions.
Ein Redaktionsgremium stellt die Listen zusammen und vergibt einen eigenen Ring-Titel an den Champion.
Das Transnational Boxing Rankings Board entstand 2012 als unabhängiger Zusammenschluss von Journalisten und Statistikern.
Vergleicht Boxer aller Gewichtsklassen. Verbände führen sie nicht, sie beruht auf Expertenmeinung.
So lesen Sie eine Bilanz
Die K.o.-Quote sagt etwas über die Schlagwirkung, nicht automatisch über die Qualität der Gegner.
Woher die Positionen kommen
Hinter jeder Liste steckt ein Verfahren, und es unterscheidet sich je nach Herausgeber. The Ring arbeitet mit einem Gremium aus Fachleuten, die sich austauschen und abstimmen. Für die Pound-for-Pound-Liste heißt das ausdrücklich: Es bleibt ein subjektives Urteil. Selbst in der Redaktion gibt es Streit darüber, ob ein Boxer, der nur in einer Klasse kämpft, im Pound for Pound über einem Kollegen stehen darf, den er in der Gewichtsklasse hinter sich lässt. Beides sind legitime Sichtweisen.
Die Verbände gehen anders vor. WBA, WBC, IBF und WBO ordnen Boxer in ihren eigenen Listen und stützen sich dabei auf Ranglistenkommissionen, Kampfergebnisse und die Vorgaben ihrer Statuten. Eine Pound-for-Pound-Liste führen sie nicht, nur Ranglisten pro Gewichtsklasse. Wer dort weit oben steht, hat zwar Chancen auf einen Titelkampf, garantiert ist er aber nicht.
Daneben gibt es unabhängige Ansätze wie das Transnational Boxing Rankings Board, das auf einem Gremium mit festen Regeln beruht. Die Ergebnisse weichen oft voneinander ab. Das ist kein Fehler, sondern folgt aus unterschiedlichen Fragen: Wer hat zuletzt am meisten geleistet? Wer hat die stärksten Gegner geschlagen? Wer würde einen direkten Vergleich gewinnen?
Pound for Pound oder Gewichtsklasse: zwei verschiedene Fragen
Die Liste oben ordnet Boxer über Gewichtsklassen hinweg. Eine Gewichtsklassen-Liste fragt dagegen nur: Wer ist im Schwergewicht der Beste, wer der Zweitbeste? Beide Listen können sich widersprechen, ohne dass einer falsch liegt.
Ein Boxer kann im Pound for Pound weit oben stehen, weil er seine Gegner klar dominiert, obwohl seine Klasse sportlich dünn besetzt ist. Umgekehrt kann ein Schwergewichtler, der in seiner Klasse die Nummer 1 ist, in der klassenübergreifenden Liste fehlen, weil Kämpfer aus leichteren Klassen in der Gesamtbewertung mehr Gewicht haben. Beim Lesen sollten Sie deshalb zuerst klären, welche Liste Sie vor sich haben.
Pflichtherausforderer: wie Ranglisten zu Titelkämpfen führen
Die Verbandslisten haben praktische Folgen. Jeder Verband bestimmt aus seiner Rangliste einen Pflichtherausforderer, den der Champion irgendwann verteidigen muss. Statt freiwillig zu wählen, muss er dann gegen den bestplatzierten Anwärter antreten. Einigen sich beide Lager nicht, setzt der Verband in der Regel eine Verhandlungsfrist, und danach kann eine Purse Bid folgen, bei der das Recht auf den Kampf meistbietend versteigert wird.
Die Einzelheiten unterscheiden sich von Verband zu Verband, ebenso die Fristen und die Folgen, wenn ein Champion sich weigert. Manche Verbände haben Titel bereits aberkannt, weil ein Pflichtkampf nicht zustande kam. Wer genau wissen will, wie ein bestimmter Kampf zustande kam, liest am besten die Mitteilung des Verbandes, ergänzt durch die Seite zu den Weltverbänden.
Für Fans heißt das: Ein hoher Rang in der Verbandsliste ist ein Hinweis auf einen möglichen Kampf, aber keine Zusage. Zwischen Ranglistenplatz und Ansetzung liegen oft Verhandlungen, Verletzungen, Fernsehverträge und die Frage, welcher Boxer für den Champion lukrativer ist.
Warum Ranglisten für Kampfankündigungen und Quoten zählen
Promoter schauen auf Ranglisten, bevor sie einen Kampf aufbauen. Ein Duell zwischen zwei Boxern aus den Top 10 ist leichter zu verkaufen als eines zwischen einem Champion und einem Unbekannten. Das gilt für Sender, Hallen und Sponsoren gleichermaßen. Auch Titelkämpfe um vakante Gürtel finden meist zwischen den besten Platzierten der Verbandsliste statt.
Wettanbieter orientieren sich ebenfalls an der Einordnung der Boxer, doch eine Quote ist keine Rangliste. Sie bildet ein Preisverhältnis ab, in das neben der Stärke auch das Interesse der Tippenden einfließt. Ein Boxer weiter oben kann deshalb eine niedrigere Quote haben, muss es aber nicht. Wie Quoten entstehen, steht im Seite zu den Boxen-Quoten. Wetten ist nur ein Teil des Bildes, und kein Ranglistenplatz sagt einen Ausgang voraus.
Ein Beispiel: so lesen Sie eine Verschiebung
Angenommen, ein Boxer steht in einer Liste auf Platz 5 und gewinnt gegen den Boxer auf Platz 3. In der nächsten Aktualisierung rückt er voraus, und der Geschlagene fällt zurück. Ob er genau auf Platz 3 landet, ist aber nicht sicher. Das Gremium berücksichtigt, wie der Kampf verlief, ob der Sieg knapp oder deutlich war und wie die anderen Boxer zuletzt aufgetreten sind.
Auch Kämpfe, an denen ein Boxer gar nicht beteiligt war, können seine Position verändern. Verlässt ein Champion eine Gewichtsklasse oder gibt Titel zurück, rücken alle dahinter nach. Wenn Sie also bei einer Aktualisierung einen Sprung sehen, prüfen Sie drei Dinge: Was war der Anlass, wer hat sich in der Liste darüber oder darunter bewegt, und ist der Boxer selbst zuletzt im Ring gewesen?
Ein weiterer Punkt betrifft Ruhezeiten. Wer lange nicht kämpft, rutscht in vielen Listen langsam nach unten, selbst ohne Niederlage. Die Bilanz sagt dann wenig über die aktuelle Form aus.
Wie ein Kampf gewertet wird, der nicht durch K.o. endet, erklärt die Seite zu den Punktrichtern. Die Regeln insgesamt stehen unter Boxregeln, die deutschen Profis im Überblick unter deutsche Boxer.
Häufige Fragen
Wer ist die Nummer 1 im Pound for Pound?
Was bedeutet Pound for Pound?
Wer ist aktuell Weltmeister im Schwergewicht?
Wo stehen deutsche Boxer in der Rangliste?
Wie oft wird die Rangliste aktualisiert?
Gibt es eine offizielle Boxrangliste?
Quellen
- The Ring: Pound-for-Pound-Rangliste (täglich abgeglichen)
- The Ring: Latest ratings, major changes to pound-for-pound top 10 (04.05.2026)
- The Ring: Latest ratings, new entrant in pound-for-pound top 10 (20.04.2026)
- The Ring: Latest ratings, Daniel Dubois ascends heavyweight top 10 (11.05.2026)
- The Ring: Usyk vacates world heavyweight titles but isn't retiring (26.06.2026)
- DAZN Group: Kabayel vs. Hysa, WBC-Titelverteidigung (01.10.2026)
- theScore: Hrgovic defeats Itauma to become first Croatian heavyweight champion
- Boxing News: Filip Hrgović vs. Moses Itauma, Ergebnis
- Sky Sports: Dubois vs. Wardley rematch announced
- ESPN: TBRB, a viable alphabet alternative?
- The Star: Gassiev beats Kadiru to retain WBA heavyweight title (12.07.2026)
Veröffentlicht am 16.09.2026 · zuletzt geprüft am 08.10.2026 · So arbeiten wir


