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Illustration: Ausrüstung als Stillleben, Sinnbild für Marco Huck (mit AI erstelltes Bild)
AIMit AI erstelltes Bild
Legende · Cruisergewicht

Marco Huck: Bilanz, WBO-Titel, Comeback und große Kämpfe

Marco Huck war von 2009 bis 2015 WBO-Weltmeister im Cruisergewicht und verteidigte den Titel 13-mal. Hier stehen Bilanz, Titelkämpfe und die wichtigsten Gegner.

Stand 13.10.2026Redaktion boxwetten.deKeine Wettwerbung
44Profisiege in 51 Kämpfen
28K.o.-Siege
13WBO-Titelverteidigungen
2009WBO-Titelgewinn
Marco HuckWBO-Weltmeister im Cruisergewicht 2009–2015
64 %K.o.-Quote
Siege
44
davon K.o.
28
Niederlagen
5
Unentschieden
1
WBO

1 WM-Gürtel · 6 Jahre Weltmeister · 13 Titelverteidigungen

Cruisergewicht · Profikämpfe: 51 · Karriere: 2004–2026

Bilanzen nach öffentlichen Boxdatenbanken, Stand 13.10.2026. Wo Quellen abweichen, zeigen wir „–“ und erklären es im Text.

Marco Huck auf einen Blick

Marco Huck war fast sechs Jahre WBO-Weltmeister im Cruisergewicht. Am 29.08.2009 gewann er den Titel, am 14.08.2015 verlor er ihn durch K.o. gegen Krzysztof Glowacki. Dazwischen lagen 13 erfolgreiche Verteidigungen, eine Marke, die er sich mit Johnny Nelson teilt.

Er boxte außerdem im Schwergewicht und im Bridgergewicht, trat bis 2026 an und blieb damit über zwanzig Jahre im Profiboxen aktiv.

Steckbrief
Geboren11.11.1984 (bürgerlich Muamer Hukic)
GewichtsklassenCruisergewicht, Schwergewicht, Bridgergewicht
Profibilanz44 Siege, 5 Niederlagen, 1 Remis, 1 No Contest (51 Kämpfe)
K.o.-Siege28
TitelWBO-Weltmeister im Cruisergewicht 2009 bis 2015, IBO-Weltmeister 2016 bis 2017
Aktive Jahre2004 bis 2026

Gut zu wissen: Das Datum seines letzten Kampfes im Februar 2026 wird mit dem 14. oder 26.02. angegeben. Auch bei der Zahl seiner Siege gibt es abweichende Angaben, die Kampfliste führt 44.

Herkunft und Amateurzeit

Huck wurde als Muamer Hukic in Ugao in Serbien geboren. Mit acht Jahren zog seine Familie nach Deutschland. Er boxt für Deutschland und gehört der bosniakischen Minderheit in Serbien an. Er wurde 2002 Europameister und 2003 Weltmeister der W.A.K.O. im Kickboxen (Vollkontakt, bis 86 kg). Eine Amateurbilanz im Boxen ist nicht dokumentiert. Er besitzt seit August 2009 die deutsche Staatsbürgerschaft, also kurz vor seinem WM-Titelgewinn. Er ist 1,88 Meter groß, seine Reichweite beträgt 195 Zentimeter.

Trainer, Promoter und Fernsehen

Huck wurde von 2004 bis 2008 von Ulli Wegner trainiert, im Frühjahr 2008 kurz von Manfred Wolke. Sein Promoter war bis 2014 Sauerland Event. Ab 2015 führte er die eigene Firma Huck Sports Promotion. Die ARD übertrug seine Kämpfe in den Sauerland-Jahren, von Februar 2016 bis April 2017 hatte RTL ihn exklusiv. Einen Überblick, wo Boxen im deutschen Fernsehen lief, gibt der Artikel Boxen im TV.

Überliefert sind auch die durchschnittlichen Zuschauerzahlen. Am höchsten lag der Kampf gegen Alexander Powetkin im Ersten mit 6,3 Millionen, es folgen Brian Minto mit 5,04 Millionen und der erste Kampf gegen Ola Afolabi im Dezember 2009 mit 4,8 Millionen. Der vierte Afolabi-Kampf bei RTL kam auf 4,38 Millionen, der Kampf gegen Oleksandr Usyk bei Sat.1 auf 1,28 Millionen, den niedrigsten Wert der Liste. Zusammengerechnet kommen die gelisteten Kämpfe auf 79,1 Millionen Zuschauer. Das sind Summen von Durchschnittswerten, keine Einzelpersonen.

Das Cruisergewicht im Überblick

Das Cruisergewicht ist die Klasse zwischen Halbschwergewicht und Schwergewicht, die Gewichtsgrenze liegt bei 200 Pfund (rund 90,7 Kilogramm). Weltmeisterschaftskämpfe gehen auch hier über zwölf Runden zu je drei Minuten. Huck war in dieser Klasse für die WBO aktiv, einen der vier großen Verbände. Eine Einordnung der Klassen bietet unsere Seite zu den Gewichtsklassen.

Einen anderen deutschen Weltmeister der Zeit stellt das Porträt von Felix Sturm vor. Im Cruisergewicht war in denselben Jahren auch Yoan Pablo Hernández Titelträger: Er hielt von 2011 bis 2015 den IBF-Gürtel, Huck zur selben Zeit den der WBO.

Der Weg zum WM-Titel

Sein Profidebüt gab Huck am 07.11.2004, trainiert von Ulli Wegner. 2008 gewann er den Europameistertitel der EBU im Cruisergewicht und einen IBF-Inter-Continental-Gürtel. Schon am 29.12.2007 hatte er in Bielefeld seine erste Chance auf einen Weltmeistertitel: Gegen Steve Cunningham verlor er im IBF-Kampf nach 1:56 in Runde 12 durch technischen K.o. (Handtuchwurf aus der Ecke), es war seine erste Niederlage.

Am 29.08.2009 gewann er einstimmig nach Punkten gegen Victor Emilio Ramirez den WBO-Titel im Cruisergewicht. Mehr zu den Klassen steht in der Übersicht der Gewichtsklassen, die Verbände erläutert die Seite Weltverbände.

Die lange Regentschaft: 13 Verteidigungen

Vom 29.08.2009 bis zum 14.08.2015 hielt Huck den WBO-Titel, also fast genau sechs Jahre. In dieser Zeit verteidigte er den Gürtel 13-mal, was ihn mit Johnny Nelson an die Spitze der Cruisergewichts-Verteidigungen stellt. Eine Verteidigung gegen Ola Afolabi endete in einem Remis und zählte als erfolgreich.

Die 13 Titelverteidigungen

Die Verteidigungen im Überblick, mit Datum, Gegner und Ort:

DatumGegnerErgebnisOrt
05.12.2009Ola AfolabiSieg nach Punkten (einstimmig)Ludwigsburg
13.03.2010Adam RichardsK.o. in Runde 3Berlin
01.05.2010Brian MintoSieg durch Aufgabe des Gegners (Runde 9 oder 10, je nach Angabe)Oldenburg
21.08.2010Matt Godfreytechnischer K.o. in Runde 5Erfurt
18.12.2010Denis LebedevSieg nach Punkten (geteilt)Berlin
02.04.2011Ran NakashSieg nach Punkten (einstimmig)Halle
16.07.2011Hugo Garaytechnischer K.o. in Runde 10München
22.10.2011Rogelio Omar RossiK.o. in Runde 6Ludwigsburg
05.05.2012Ola AfolabiRemis (Mehrheitsentscheidung)Erfurt
03.11.2012Firat ArslanSieg nach Punkten (einstimmig)Halle
08.06.2013Ola AfolabiSieg nach Punkten (Mehrheitsentscheidung)Berlin
25.01.2014Firat Arslantechnischer K.o. in Runde 6Stuttgart
30.08.2014Mirko LarghettiSieg nach Punkten (einstimmig)Halle

Die Tabelle zeigt zwölf Siege und ein Remis, in Summe die 13 Verteidigungen. Bei Orten und Terminen gibt es teils abweichende Angaben, insbesondere bei Brian Minto (Aufgabe nach Runde 9 oder Abbruch in Runde 10).

Zwischendurch stieg er am 25.02.2012 in der Stuttgarter Porsche-Arena ins Schwergewicht auf und verlor gegen Alexander Powetkin nach Mehrheitsentscheidung um den WBA-Titel (regulär). Die Wertungen lauteten 114:114, 116:113 und 116:112 für Powetkin, Huck hatte sich zwischen den Runden 6 und 7 die rechte Hand verletzt. Drei Kommentatoren des US-Senders EPIX sahen ihn vorn.

Die großen Kämpfe

DatumGegnerErgebnisWas der Kampf brachte
29.12.2007Steve CunninghamNiederlage durch technischen K.o. in Runde 12Erster WM-Kampf, erste Niederlage
29.08.2009Victor Emilio RamirezSieg nach Punkten (einstimmig)Gewinn des WBO-Titels
25.02.2012Alexander PowetkinNiederlage nach Punkten (Mehrheitsentscheidung)WBA-Titelkampf im Schwergewicht
14.08.2015Krzysztof GlowackiNiederlage durch K.o. in Runde 11Ende der WBO-Regentschaft, Kampf des Jahres
01.04.2017Mairis BriedisNiederlage nach Punkten (einstimmig), DortmundEnde der IBO-Regentschaft
09.09.2017Oleksandr UsykNiederlage durch technischen K.o. in Runde 10, BerlinViertelfinale der World Boxing Super Series

Huck gegen Glowacki

Am 14.08.2015 endete im Prudential Center in Newark die Serie von 13 Verteidigungen. Glowacki gewann durch K.o. in Runde 11 (2:39). Der Kampf erhielt die erste Auszeichnung als „Fight of the Year“ des Veranstalters PBC, die sechste Runde wurde von ESPN zur „Round of the Year“ gewählt.

Zweiter Titel: IBO

Ende Februar 2016 gewann Huck den IBO-Titel im Cruisergewicht, den er bis zum 01.04.2017 hielt. Den vierten Kampf gegen Ola Afolabi gewann Huck in Halle durch Aufgabe des Gegners in Runde 10, im November 2016 folgte in Hannover ein einstimmiger Punktsieg über Dmytro Kutscher.

Am 01.04.2017 verlor er in Dortmund den IBO-Titel und zugleich einen Kampf um den freien WBC-Titel gegen Mairis Briedis. Briedis siegte einstimmig nach Punkten, die Wertungen lauteten 118:109, 117:110 und 116:111.

Am 09.09.2017 verlor er in Berlin im Viertelfinale der World Boxing Super Series durch technischen K.o. in Runde 10 (2:12) gegen Oleksandr Usyk, in Runde 8 gab es einen Punktabzug für Huck, weil er Usyk am Boden getroffen hatte.

Der Signature-Stil

Tuschezeichnung mit gesichtslosen Figuren: Dauerdruck und weit ausgeholte Schläge (mit AI erstelltes Bild) AI Mit AI erstelltes Bild
Dauerdruck und weit ausgeholte Schläge · Rote Hose: Huck · Bewegungsablauf: Druck aus der Deckung, Er lädt auf, Sprung nach vorn, Weit ausgeholter Treffer, Der Kopf wird zurückgedrückt, Lebedev kippt nach hinten, Gegner weicht zurück, Huck richtet sich auf, Wieder in der Deckung · Mit AI erstellte Tuschezeichnung mit gesichtslosen Figuren, keine Fotografie

Huck boxte offensiv, ging meist nach vorn und suchte den Wuchtschlag. Beschrieben werden Körperangriffe und Infight, oft mit offener Deckung; eine bestimmte Schlagtechnik lässt sich aus den Berichten nicht belegen. Bei der Auslage gehen die Angaben auseinander: Mal heißt es Linksauslage, mal Orthodox.

Zum Stil passt die Bilanz: Von 44 Siegen errang Huck 28 vorzeitig, das sind gut 60 Prozent. Er boxte überwiegend im Cruisergewicht, stieg aber mehrfach ins Schwergewicht auf, etwa gegen Powetkin 2012. Regeln und Rundensystem erklärt unsere Seite Boxregeln.

Der Kampf gegen Glowacki brachte Huck eine Auszeichnung als Kampf des Jahres ein, endete aber mit dem Titelverlust durch K.o. in Runde 11 nach sechs Jahren Regentschaft.

Bedeutung für das deutsche Boxen

Huck war sechs Jahre lang WBO-Champion und boxte in dieser Zeit regelmäßig vor deutschem Fernsehpublikum. Sein Name steht in der Liste der deutschen Boxweltmeister und im Weltmeister-Tracker. Vergleichen Sie seine Laufbahn mit Felix Sturm, der im Mittelgewicht boxte und im Juli 2026 seinen Abschiedskampf bestritt. Weitere Zahlen liefert die Statistik.

Comeback-Kämpfe und Promotion

Nach dem Usyk-Kampf boxte Huck weiter. Es folgten Yakup Saglam (16.06.2018, München, technischer K.o. in Runde 4), Nick Guivas (17.05.2019, Ledyard, ursprünglich ein K.o.-Sieg in Runde 1, später als „No Contest“ gewertet wegen eines Fouls beim zweiten Niederschlag), Dennis Lewandowski (29.08.2020, Braunlage, einstimmig nach Punkten), Evgenios Lazaridis (29.06.2024, Berlin, einstimmig nach Punkten) und Vaclav Pejsar (Februar 2026, Halle, einstimmig nach Punkten). Der No Contest gegen Guivas erklärt den Eintrag in seiner Bilanz.

Seine Firma Huck Sports Promotion trat 2017 als Veranstalter auf (Briedis-Kampf), für 2018 ist in München „Huck Box Promotion“ mit „Petko’s Box Promotion“ verzeichnet.

Marco Huck heute: letzter Kampf und nächster Kampf

Bis zum Stand 13.10.2026 fand Hucks letzter Kampf im Februar 2026 statt, ein Punktsieg über Vaclav Pejsar in Halle, übertragen auf DAZN. Das genaue Datum wird unterschiedlich angegeben. Laut unserem Kampfkalender ist derzeit kein Kampf angesetzt. Zu seinem Vermögen gibt es keine verlässlichen Zahlen, die im Netz kursierenden Schätzungen weichen stark voneinander ab. Neben dem Sport engagiert er sich im Verein MH-hilft e.V. Alle weiteren Porträts stehen in der Hall of Fame.

Häufige Fragen

Wie oft hat Marco Huck verloren?

Seine Bilanz lautet 44 Siege, 5 Niederlagen und 1 Remis, dazu ein Kampf ohne Wertung (No Contest), insgesamt 51 Kämpfe. Vereinzelt ist von 46 Siegen die Rede, die Kampfliste weist aber 44 aus. Wir folgen der Kampfliste.

Wie alt ist Marco Huck?

Marco Huck wurde am 11.11.1984 geboren und ist damit 41 Jahre alt. Er kam als Muamer Hukic in Ugao in Serbien zur Welt, die Familie zog nach Deutschland, als er acht Jahre alt war.

Wann war Hucks letzter Kampf?

Bis zum Stand 13.10.2026 fand sein letzter Kampf im Februar 2026 statt. Das genaue Datum wird unterschiedlich angegeben (14.02. oder 26.02.2026), sicher ist der Monat.

Wann ist der nächste Kampf von Marco Huck?

Laut unserem Kampfkalender ist derzeit kein Kampf angesetzt. Das Comeback im Februar 2026 in Halle (Westfalen) war ein einstimmiger Punktsieg über Vaclav Pejsar im Schwergewicht, übertragen auf DAZN.

Wie hoch ist das Vermögen von Marco Huck?

Dazu gibt es keine verlässlichen Angaben. Im Netz kursieren Schätzungen, die stark voneinander abweichen und keine Quelle nennen. Wir geben deshalb keine Zahl an.

Wie viele WBO-Titelverteidigungen hatte Marco Huck?

13 erfolgreiche Verteidigungen des WBO-Titels im Cruisergewicht. Er teilt sich diesen Rekord mit Johnny Nelson. Die Verteidigung gegen Ola Afolabi, die in einem Remis endete, zählt als erfolgreich.

Gegen wen verlor Marco Huck seinen WBO-Titel?

Am 14.08.2015 verlor er den Titel durch K.o. in Runde 11 gegen Krzysztof Glowacki. Der Kampf wurde als Kampf des Jahres ausgezeichnet.

Hat Marco Huck gegen Oleksandr Usyk geboxt?

Ja. Im Viertelfinale der World Boxing Super Series 2017 verlor Huck durch technischen K.o. in Runde 10 gegen Oleksandr Usyk.

Veröffentlicht am 22.09.2026 · zuletzt geprüft am 13.10.2026 · So arbeiten wir