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Illustration: Ausrüstung als Stillleben, Sinnbild für George Foreman, mit AI erstellt (mit AI erstelltes Bild)
AIMit AI erstelltes Bild
Legende · Schwergewicht

George Foreman: Bilanz, Titel und zwei Karrieren

George Foreman wurde 1968 Olympiasieger, 1973 Weltmeister im Schwergewicht und kehrte mit 45 Jahren noch einmal an die Spitze zurück. Er starb am 21.03.2025 im Alter von 76 Jahren.

Stand 14.10.2026Redaktion boxwetten.deKeine Wettwerbung
76–5Profibilanz, 68 Siege durch K.o.
1968Olympia-Gold im Schwergewicht in Mexiko-Stadt
45Jahre alt beim Titelgewinn gegen Michael Moorer (1994)
21.03.2025Gestorben im Alter von 76 Jahren
George ForemanZweimaliger Schwergewichts-Weltmeister, Olympiasieger 1968
89 %K.o.-Quote
Siege
76
davon K.o.
68
Niederlagen
5
Unentschieden
0
WBAWBCIBF

3 WM-Gürtel · 2,4 Jahre Weltmeister · 3 Titelverteidigungen

Schwergewicht · Profikämpfe: 81 · Karriere: 1969–1977 und 1987–1997

Bilanzen nach öffentlichen Boxdatenbanken, Stand 13.10.2026. Wo Quellen abweichen, zeigen wir „–“ und erklären es im Text.

George Foreman auf einen Blick

George Foreman war einer der härtesten Schläger des Schwergewichts und mit 45 Jahren der älteste Schwergewichts-Weltmeister der Geschichte. Er wurde am 10.01.1949 in Marshall im US-Bundesstaat Texas geboren und starb am 21.03.2025 in einem Krankenhaus in Houston, 76 Jahre alt. Seine Profibilanz lautet 76 Siege und 5 Niederlagen, 68 der Siege kamen durch K.o.

Er gewann 1968 olympisches Gold, wurde 1973 Weltmeister und verlor 1974 gegen Muhammad Ali. Nach einer langen Pause kehrte er zurück und holte sich 1994 den Titel zurück. Ein zweites Leben führte er als Prediger und Unternehmer: Der „George Foreman Grill“ machte seinen Namen weltweit bekannt.

Steckbrief
Geboren10.01.1949 in Marshall, Texas
Gestorben21.03.2025 in Houston, 76 Jahre
Profibilanz81 Kämpfe: 76 Siege (68 K.o.), 5 Niederlagen
OlympiaGold im Schwergewicht 1968, Mexiko-Stadt
Weltmeister1973 bis 1974, 1994 bis 1995
Letzter Kampf22.11.1997 gegen Shannon Briggs
Kinderzwölf, alle fünf Söhne heißen George

Gut zu wissen: Manche Quellen nennen für den ältesten Schwergewichts-Weltmeister 46 Jahre. Das ist sein Alter bei der Aberkennung des IBF-Titels im Juni 1995, beim Titelgewinn am 05.11.1994 war er 45 Jahre und 299 Tage alt.

Olympiasieger 1968

Foreman wuchs im Fifth Ward von Houston auf und kam mit 16 Jahren zum Job Corps, einem staatlichen Ausbildungsprogramm. Dort lernte er das Boxen. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann er mit 19 Jahren Gold im Schwergewicht. Im Finale traf er auf Jonas Čepulis aus der Sowjetunion, den der Ringrichter in Runde zwei aus dem Kampf nahm. Die Bronzemedaillen gingen an Giorgio Bambini aus Italien und Joaquín Rocha aus Mexiko. Olympedia und das IOC führen Foreman als Olympiasieger.

Sein Profidebüt gab er 1969 mit einem K.o. in drei Runden gegen Donald Walheim in New York. Bis 1971 gewann er 32 Kämpfe in Folge, 29 davon durch K.o., und stand bei WBA und WBC als Herausforderer an erster Stelle. Zu den frühen Siegen gehörten die über Gregorio Peralta und George Chuvalo.

Weltmeister 1973: das Duell mit Frazier

Am 22.01.1973 trat Foreman in Kingston (Jamaika) gegen den Weltmeister Joe Frazier an, bei den Wettanbietern der klare Außenseiter. Er schickte Frazier sechsmal zu Boden, Ringrichter Arthur Mercante brach den Kampf in Runde zwei ab. Der Kampf steht in unserer Liste der besten K.o.s der Boxgeschichte. Foreman verteidigte den Titel danach am 01.09.1973 in Tokio gegen José Roman, den er in Runde eins ausschaltete, und am 26.03.1974 in Caracas gegen Ken Norton, ebenfalls durch Abbruch in Runde zwei.

Der Rumble in the Jungle

Am 30.10.1974 stand er in Kinshasa, im damaligen Zaire, Muhammad Ali gegenüber. Foreman war ungeschlagen und Titelträger, Ali gewann durch K.o. in Runde acht, nachdem er Foreman an den Seilen hatte schlagen lassen. Es war Foremans erste Profiniederlage, eine Revanche bekam er nie. Der Kampf ist einer der bekanntesten der Boxgeschichte, ausführlich beschrieben im Klassiker Rumble in the Jungle.

Foreman kehrte 1976 zurück. Am 24.01.1976 gewann er gegen Ron Lyle in einem wilden Kampf durch K.o. in Runde fünf, The Ring wählte ihn zum Kampf des Jahres. Am 15.06.1976 besiegte er Joe Frazier erneut, wieder durch Abbruch in Runde fünf.

Pause, Predigt und Comeback

Nach der Niederlage am 17.03.1977 gegen Jimmy Young nach Punkten stellte Foreman das Boxen ein. Eine formale Rücktrittserklärung gab es offenbar nicht, er hörte einfach auf zu kämpfen. Er wurde ordinierter Prediger und leitete ab 1980 die Church of the Lord Jesus Christ in Houston, zehn Jahre lang boxte er nicht.

1987 kündigte er mit 38 Jahren seine Rückkehr an. Am 09.03.1987 gewann er in Sacramento gegen Steve Zouski durch Abbruch in Runde vier, am 19.03.1988 gegen Dwight Muhammad Qawi in Runde sieben, am 15.01.1990 schlug er Gerry Cooney in Runde zwei aus. Am 19.04.1991 stand er in Atlantic City Evander Holyfield gegenüber, dem Weltmeister, und verlor einstimmig nach Punkten über zwölf Runden, ohne je am Boden zu sein. Am 07.06.1993 verlor er gegen Tommy Morrison nach Punkten um den vakanten WBO-Titel.

Die großen Kämpfe

DatumGegnerErgebnisWas der Kampf brachte
22.01.1973Joe FrazierSieg durch Abbruch in Runde 2, KingstonGewinn des Weltmeistertitels, sechs Niederschläge
26.03.1974Ken NortonSieg durch Abbruch in Runde 2, CaracasTitelverteidigung
30.10.1974Muhammad AliNiederlage durch K.o. in Runde 8, KinshasaRumble in the Jungle
17.03.1977Jimmy YoungNiederlage nach PunktenEnde der ersten Karriere
19.04.1991Evander HolyfieldNiederlage nach Punkten (einstimmig)Titelkampf gegen den Weltmeister
05.11.1994Michael MoorerSieg durch K.o. in Runde 10, Las VegasTitelgewinn mit 45 Jahren
22.04.1995Axel SchulzSieg nach Punkten (Mehrheit), Las VegasLetzte IBF-Verteidigung, umstrittenes Urteil
22.11.1997Shannon BriggsNiederlage nach Punkten (Mehrheit)Letzter Kampf

Der Titelgewinn mit 45

Am 05.11.1994 trat Foreman in Las Vegas gegen den Weltmeister Michael Moorer an. Er lag auf allen drei Karten zurück, bevor er Moorer in Runde zehn mit einem rechten Schlag auf das Kinn ausknockte. Er gewann damit die Titel von WBA und IBF und war der älteste Schwergewichts-Weltmeister der Geschichte. Den WBA-Gürtel gab er wieder ab, weil er nicht gegen den Pflichtherausforderer Tony Tucker antreten wollte. Zu den Titeln siehe den Überblick der Weltmeister.

Gegen Axel Schulz: das umstrittene Urteil

Am 22.04.1995 verteidigte Foreman den IBF-Titel in Las Vegas gegen den Deutschen Axel Schulz. Nach zwölf Runden gewann Foreman nach Mehrheitsentscheidung (114:114, 115:113, 115:113), unter Pfiffen des Publikums. Viele Beobachter sahen Schulz vorn. Die IBF ordnete einen Rückkampf in Deutschland an, Foreman lehnte ihn ab, und die IBF erkannte ihm im Juni 1995 den Titel ab. Schulz bekam im Dezember 1995 gegen Francois Botha seine nächste Chance. Mehr zu dem Kampf aus deutscher Sicht lesen Sie im Profil von Axel Schulz.

Das Ende der Karriere

Nach dem Verlust des Titels boxte Foreman noch zweimal gegen Crawford Grimsley (03.11.1996, Tokio, einstimmig nach Punkten) und Lou Savarese (26.04.1997, Atlantic City, geteilte Entscheidung). Am 22.11.1997 verlor er in Atlantic City gegen Shannon Briggs nach Mehrheitsentscheidung, in einem Ausscheidungskampf der WBC. Viele am Ring sahen Foreman vorn. Es war sein letzter Kampf, er war damals 48 Jahre alt. Ein geplanter Kampf gegen Larry Holmes kam nicht mehr zustande.

Die fünf Niederlagen

Foremans fünf Niederlagen verteilen sich auf mehr als zwei Jahrzehnte: 1974 gegen Muhammad Ali durch K.o. in Runde 8, 1977 gegen Jimmy Young nach Punkten, 1991 gegen Evander Holyfield nach Punkten, 1993 gegen Tommy Morrison nach Punkten und 1997 gegen Shannon Briggs nach Mehrheitsentscheidung. Vier davon gingen über die volle Distanz, nur die gegen Ali endete vorzeitig. Gegen Holyfield und Morrison, die ihn nicht ausknocken konnten, zeigte der alte Foreman seine Nehmerqualitäten, die er in den 1970ern nie hatte beweisen müssen.

Der Signature-Stil

Tuschezeichnung mit gesichtslosen Figuren: Druck nach vorn, dann die schwere rechte Gerade zum Kopf (mit AI erstelltes Bild) AI Mit AI erstelltes Bild
Druck nach vorn, dann die schwere rechte Gerade zum Kopf · Rote Hose: Foreman · Bewegungsablauf: Beide in Deckung, Abstand, Foreman rückt auf, die rechte Hand an der Deckung bereit, Rechte Hand schießt los, Rechte Hand trifft den Kopf, Frazier wird zurückgedrückt, Frazier taumelt weg, Frazier knickt ein, Frazier setzt sich, Frazier am Boden · Mit AI erstellte Tuschezeichnung mit gesichtslosen Figuren, keine Fotografie

Foremans Stil beruhte auf Wucht. Er gewann 68 seiner 76 Profikämpfe vorzeitig, das entspricht einer K.o.-Quote von rund 89 Prozent. The Ring wählte ihn 2002 unter die 25 größten Boxer der vergangenen 80 Jahre und führte ihn 2003 auf Platz neun der Liste der härtesten Schläger aller Zeiten. Mit diesen Eigenschaften schaltete er Frazier und Norton innerhalb von zwei Runden aus. Er setzte die Gegner mit Druck unter Schläge und traf mit Haken und dem rechten Aufwärtshaken. Gegen Frazier 1973 kam der letzte von sechs Niederschlägen durch einen rechten Aufwärtshaken.

Im Kampf gegen Ali, der Schläge an den Seilen aufnahm („Rope-a-dope“), verlor Foreman in Runde acht durch K.o. Gegen Moorer 1994 fiel die Entscheidung dagegen mit einem einzigen späten Schlag in Runde zehn.

Nach dem Boxen: Grill, Kanzel und Familie

Außerhalb des Rings wurde Foreman durch den „George Foreman Grill“ bekannt, der nach den Quellenangaben mehr als 100 Millionen Mal verkauft wurde. 1999 verkaufte er die Vermarktungsrechte für 138 Millionen US-Dollar an die Firma Salton. Als Fernsehkommentator arbeitete er nach seiner Karriere für HBO.

Foreman war mehrfach verheiratet, seit 1985 mit Mary Joan Martelly. Zu seinen zwölf Kindern zählen fünf Söhne, die alle George Edward Foreman heißen, mit den Zusätzen Junior, III, IV, V und VI.

George Foreman: Todesursache, Tod und Nachruf

Foreman starb am 21.03.2025 im Alter von 76 Jahren. Die Familie machte den Tod auf seinem Instagram-Konto öffentlich und schrieb, er sei friedlich im Kreis seiner Angehörigen gestorben. Eine Todesursache nannte sie nicht, und auch in den Nachrufen von CBS News und NBC News fehlt eine Angabe. Berichte unterscheiden sich außerdem darin, ob er in einem Krankenhaus oder zu Hause starb. Weitere Angaben gibt es bislang nicht.

Der Film „Big George Foreman“ und das Vermögen

2023 kam sein Leben als Spielfilm in die Kinos: „Big George Foreman“ unter der Regie von George Tillman Jr., mit Khris Davis in der Hauptrolle und Forest Whitaker als Trainer Doc Broadus, Kinostart in den USA am 28.04.2023.

Zum Vermögen gibt es keine verlässlichen Zahlen. Verbreitet sind Schätzungen aus der Presse und von Promi-Webseiten, die weit auseinanderliegen. Belegt ist nur der Verkauf der Namensrechte für den Grill 1999 über 138 Millionen US-Dollar.

Einordnung

Ranglisten führen Foreman unter den besten Schwergewichtlern. Er gehört der International Boxing Hall of Fame und der World Boxing Hall of Fame an. Seine Karriere hatte zwei Hälften: zuerst der Zerstörer, der Frazier und Norton in je zwei Runden erledigte, zwei Jahrzehnte später der Mann, der mit einem einzigen Schlag noch einmal Weltmeister wurde. Weitere Namen finden Sie in der Hall of Fame der Legenden, mehr zu Rekorden und Bilanzen in der Statistik. Die Geschichte des Schwergewichts im Kontext erzählt das Profil von Muhammad Ali. Als Foreman ab 1987 zurückkehrte, beherrschte Mike Tyson die Division, und die Außenseiter dieser Jahrzehnte stehen in unserem Beitrag zu den größten Upsets im Schwergewicht.

Häufige Fragen

Woran starb George Foreman?

Eine Todesursache ist nicht bekannt. George Foreman starb am 21.03.2025 im Alter von 76 Jahren. Seine Familie teilte es auf seinem offiziellen Instagram-Konto mit: Er sei friedlich im Kreis seiner Angehörigen gestorben, und sie bat um Privatsphäre. Eine Ursache nannte sie nicht, auch die großen US-Medien berichteten ohne Angabe.

Wie lautet die Profibilanz von George Foreman?

Foreman bestritt 81 Profikämpfe und gewann 76, davon 68 durch K.o. Er verlor fünf Kämpfe: gegen Muhammad Ali (1974), Jimmy Young (1977), Evander Holyfield (1991), Tommy Morrison (1993) und Shannon Briggs (1997).

Wie wurde Foreman mit 45 Weltmeister?

Am 05.11.1994 besiegte er in Las Vegas den Titelträger Michael Moorer durch K.o. in Runde 10. Foreman war damals 45 Jahre alt und wurde zum ältesten Schwergewichts-Weltmeister der Geschichte. Nach einer Quelle war er an dem Abend 45 Jahre und 299 Tage alt.

Wer besiegte George Foreman im „Rumble in the Jungle“?

Muhammad Ali. Am 30.10.1974 in Kinshasa (damals Zaire) verlor Foreman durch K.o. in Runde 8. Mehr dazu lesen Sie bei unserem Klassiker Rumble in the Jungle.

Warum hörte Foreman 1977 mit dem Boxen auf?

Nach der Niederlage gegen Jimmy Young am 17.03.1977 stellte er die Karriere ein. Nach dem Kampf erlitt er in der Kabine einen Hitzekollaps und beschrieb später ein religiöses Erweckungserlebnis. Er wurde Prediger und leitete ab 1980 die Church of the Lord Jesus Christ in Houston. 1987, mit 38 Jahren, kündigte er sein Comeback an.

Hat George Foreman Olympia gewonnen?

Ja. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann er Gold im Schwergewicht. Im Finale besiegte er den Sowjetbürger Jonas Čepulis, der Ringrichter brach den Kampf in der zweiten Runde ab.

Warum verlor Foreman 1995 den IBF-Titel?

Am 22.04.1995 gewann er in Las Vegas nach Mehrheitsentscheidung gegen Axel Schulz. Weil viele das Urteil für falsch hielten, ordnete die IBF einen Rückkampf in Deutschland an. Foreman lehnte ihn ab, und die IBF erkannte ihm im Juni 1995 den Titel ab. Zuvor hatte er schon den WBA-Gürtel abgegeben, um nicht gegen Tony Tucker antreten zu müssen.

Wie viele Kinder hatte George Foreman?

Er hatte zwölf Kinder, fünf Söhne und sieben Töchter. Alle fünf Söhne heißen George Edward Foreman, mit den Zusätzen Junior, III, IV, V und VI.

Was ist der George Foreman Grill?

Ein Elektrogrill, mit dem Foremans Name weltweit bekannt wurde. Nach Quellenangaben wurde er mehr als 100 Millionen Mal verkauft. 1999 verkaufte Foreman die Vermarktungsrechte an seinem Namen für 138 Millionen US-Dollar an die Firma Salton.

Veröffentlicht am 29.09.2026 · zuletzt geprüft am 14.10.2026 · So arbeiten wir